Musik: Tonträger vs. Internet

Ich glaube, das wird nichts mehr mit uns. Ich meine jetzt mich und die Musikdienste, die wie Pilze aus dem Internet schießen. So etwas wie last.fm nutze ich gerne, weil mir dort inzwischen passende Musik vorgeschlagen wird, und ich neben meiner Lieblingsmusik auch manch neues, mir unbekanntes Liedgut vorgestellt bekomme. Aber was mache ich dann? Ich suche (manchmal etwas verzweifelnd) im Internet nach Tonträgern in Form von Compact Discs, mit denen ich die entsprechenden Titel erwerben kann. Das kommt dann bei Amazon auf meinen Wunschzettel (gibt es für diesen eigentlich eine Größenbeschränkung?), und wird bei nächster Gelegenheit gekauft.

Weshalb werde ich meine Platten- und CD-Sammlung nicht aufgeben, und auf MP3 bzw. Internetstreams umsteigen? Der Grund ist mein ungewöhnlicher Musikgeschmack. Schon meine Plattensammlung habe ich nicht aufgegeben, als ich begann, mir CDs zu kaufen. Einen Plattenspieler besitze ich selbstverständlich auch noch, obwohl ich immer fauler werde, die LPs nach einer Viertelstunde Spielzeit umzudrehen. Doch ich habe Musik auf Schallplatte, die ich noch nicht auf CD gefunden habe.

Genauso geht es mir nun wieder mit dem Internet. Aktuelle Hits sind überall verfügbar, aber ich stehe nun mal nicht auf aktuelle Hits. Jedenfalls nur sehr selten. Gut, vieles, was ich gerade gerne hören möchte, ist irgendwo im Netz verfügbar. Aber ich würde eben keine 10 Euro pro Monat für einen Anbieter ausgeben, wenn der nicht auch meine ausgefallenen Wünsche befriedigen könnte. Natürlich kommt es für mich auch nicht infrage, deswegen mehrere Anbieter zu nehmen, um ein möglichst breites Spektrum abzudecken. Das wäre mir dann doch zu teuer.

Außerdem ist es mir auch zu mühsam, all die CDs und vor allem die Schallplatten auf meinen Rechner zu übertragen. Obwohl ich wiederum nicht einsehe, Titel, die ich bereits besitze, nochmals übers Netz zu erwerben. Manchmal rippe ich mir für längere Autofahrten oder besondere Gelegenheiten von meinen CDs einige Titel, lösche sie aber anschließend wieder vom Rechner, nachdem ich sie auf einen USB-Stick (wir haben ein Autoradio mit USB-Anschluss!) oder mein Smartphone gespielt habe.

Aus demselben Grund werde ich mir wohl keinen eBook-Reader zulegen: Ich habe jede Menge Bücher in gedruckter Form, viele davon noch ungelesen. Soll ich mir die jetzt etwa nochmal teuer zulegen? Etwas anderes wäre es, wenn ich als Besitzer einer Buchausgabe die Möglichkeit bekäme, kostenlos oder zumindest sehr preiswert auch an eine digitale Ausgabe zu kommen.

Zurück zur Musik. Ich habe ein ganz einfaches Kriterium, mit dem ich Musikflatrates testen werde. Ich suche nach einigen der Songs oder Alben, die ich bereits besitze. Sollte ich sie alle finden, dann bin ich dabei. Gut wäre ein Dienst bereits, wenn er mehr als die Hälfte meiner Spezialwünsche erfüllte. Hier als kleines Beispiel ein paar Titel, nach denen ich suchen würde:

  • Bad News – Bohemian Rhapsody
  • Cabaret OST – If you could see her
  • Cindy & Bert – Der Hund von Baskerville
  • Gong – Downwind
  • Laurie Johnson – Theme from The Avengers
  • Marie & the Wildwood Flowers – Salty Hound
  • MayBeBop – Birdland
  • Meret Becker & Ars Vitalis – Wenn ick ma tot bin
  • Michelle Shocked – The Texas Campfire Tapes
  • The Beatles – Sie liebt Dich
  • The Terem Quartet – Variations on Swan Lake
  • Tim Fischer – Stroganoff
  • Yoko Ueno – Aiofe
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