Die schönste Melodie der Welt

Ok, das ist natürlich Geschmackssache, und selbst mein Geschmack ändert sich immer wieder. Doch zur Zeit ist die Titelmusik aus Das wandelnde Schloss, geschrieben von Joe Hisaishi, mein persönlicher Ohrwurm, in den ich mich verliebt habe. Eine traumhafte Melodie über einem schwingenden Walzer, die zum Mitsummen animiert, und sich dabei tief ins Gedächtnis eingräbt.

Entdeckt habe ich diese Musik im Film, als dieser in einer ganzen Reihe über Hayao Miyazaki auf (meinem Lieblingssender) arte lief. Inzwischen besitze ich natürlich auch die DVD zu diesem fantastischen Film. Normalerweise fällt gute Filmmusik nicht weiter auf, sondern untermalt die Bilder dezent. Aber wenn der hübsche Zauberer Hauro die junge Sophie anhebt, und mit ihr über die Dächer eines Fachwerkstädtchens schwebt, dann ist das zu der Filmmusik wie ein wunderbarer Tanz.

Vor einiger Zeit habe ich die Melodie zufällig beim Klassikradio gehört. Jedoch der Grund, weshalb ich mich veranlasst sehe, einen neuen Blogeintrag zu schreiben, ist ein anderer. Während ich gerade ein wenig HaxBall spiele, lausche ich nebenbei meinem Radio bei last.fm. Und plötzlich erkenne ich die besagte Melodie wieder, erstaune jedoch, als ich während des Spielens auf meinen Zweitmonitor schiele, um die Musiker zu identifizieren.

Es handelte sich nämlich um alte musikalische Bekannte aus Finnland, die ich niemals mit einem japanischen Zeichentrickfilm in Verbindung gebracht hätte: Sväng. Allerdings heißt der Titel bei denen Liikkuva linna, welches wohl der finnische Name des Films ist. Da schießt mir durch den Kopf, dass ich ja zwei CDs von dem Mundharmonikaquartett habe, und diese Musik darauf sein könnte. Und richtig: Am Ende der zweiten CD Jarruta entdecke ich Liikkuva linna.

So besitze ich also eines meiner Lieblingslieder, interpretiert von einer meiner Lieblingsgruppen, ohne dass ich das vor einer Stunde geahnt habe. Das dürfte daran gelegen haben, dass ich den Film – und damit die Filmmusik – erst später kennenlernte, nachdem ich die CDs bereits besaß. Und offensichtlich gefielen mir auch die anderen Stücke von Sväng so gut, dass mir Liikkuva linna nicht weiter auffiel.

Nun werde ich mir die Version von Sväng noch ein paarmal anhören, bevor ich ins Bett gehen und davon träumen werde…

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