Fünf Fragen (ohne Stöckchen)

Blogstöckchen: Fünf Fragen.

Antje Schrupp möchte gerne, dass auch ich ihre fünf Fragen beantworte. Bitte sehr…

1. Stell dir vor, du kommst von einem fremden Planeten auf die Erde und müsstest dir eine Religion aussuchen – welche wäre das (außer deiner eigenen, das gilt nicht)?

Mir graut vor dem Gedanken, mir eine Religion aussuchen zu müssen. Zumal ich gar keine eigene habe, die nicht gelten würde. Aber ich habe mir schon oft überlegt, was wohl Außerirdische über uns denken könnten. So kann ich mir auch vorstellen, wie ich reagieren würde, wenn ich – als „Zugereister“ – zum ersten Mal mit Religion in Berührung käme. Ich wäre irritiert und skeptisch. Und würde zuallererst fragen, wieso ich auf meinem Planeten noch nie etwas von all den großartigen Göttern mitbekommen habe, die die Erde bevölkern. Haben die etwa auch meinen Heimatplaneten heimlich erschaffen, ohne dessen Bewohner darüber in Kenntnis zu setzen?

Und ich bin mir sicher, ich würde schnell wieder zurückfliegen, wenn mir die religiösen Menschen zu sehr auf die Nerven gingen, z.B. indem sie mir einreden wollen, ich müsse eine Religion wählen, denn (wie bisher) ohne Gott – das ginge ja nun gar nicht…

2. Dein Lieblingsbuch aus der Bibel?

Ich mag eine Stelle ganz besonders, bei der ich jedes Mal lachen muss. Ich muss aber erstmal raussuchen, wo die genau war. Es ging um den Bau und die Ausstattung des Zeltes für die Bundeslade (und die Kleidung für die Priester, und die Opfergaben, und… und… und…). Zuerst schreibt Jahwe dem Volk Israel und den Priestern haargenau vor, wie das alles herzustellen und zu errichten sei. Über viele Seiten. Und dann folgt über ebenso viele Seiten die Ausführung, dass es auch bis ins letzte Detail genauso wie vorgeschrieben ausgeführt wurde.

Das Ganze steht direkt nach der Übergabe der Zehn Gebote an Moses, irgendwo in dessen 2. Buch…

3. Gebrauchst du im Gespräch mit nicht-gläubigen Menschen das Wort “Gott” und wenn ja, wie sind die Reaktionen?

Ich halte mich eher zurück, mit Gläubigen darüber zu sprechen. Denn mit denen kann man nicht so gute Witze darüber reißen, weil die das ernstnehmen und sogar als „heilig“ erklärt haben. Daher grenzt es schon an Blasphemie, wenn ich als Ungläubiger zu Gläubigen über Gott spreche. Das Problem habe ich zum Glück bei nicht-gläubigen Menschen nicht.

4. Gibt es derzeit eine Renaissance der Religion oder nicht?

Ja, nur nicht überall. Zum Glück nicht.

5. Was bedeutet für dich Frommsein?

Gar nichts. Ich erlebe nur andere Menschen, die sich als fromm bezeichnen, und die daher meiner Meinung nach an sich selbst (und nicht an Andere) strengere Maßstäbe anlegen müssten, die sich aber in ihrem Verhalten überhaupt nicht von Anderen unterscheiden.

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